Auch in diesem Jahr reiste Sandra Meindl nach Sanyang, einem Küstenort in Gambia. Wie all ihre Einsätze für unser Projekt finanzierte sie diese Reise selbst. Neben einigen persönlichen Angelegenheiten vor Ort wartete eine wichtige Aufgabe auf sie: Zahlreiche Sachspenden aus dem Container, den wir im Sommer 2025 nach Gambia geschickt haben, mussten noch verteilt werden. Sandra bewältigte die Spendenverteilung erneut alleine – mit großem Engagement und viel Herz.
Ein besonderer Schwerpunkt dieser Reise war ein „Kindergarten“ in Sanyang mit ca. 180 Kindern. Dort übergab Sandra gleich mehrere Autoladungen voller Spenden. Darunter befanden sich dringend benötigter Schulbedarf, Bekleidung, Schuhe, Spielsachen und Dreiräder.
Als die Spenden ausgepackt wurden, war die Freude riesig. Die Kinder strahlten, lachten und bestaunten die vielen Dinge, die für sie alles andere als selbstverständlich sind. Für sie bedeuten solche Spenden nicht nur praktische Hilfe im Alltag, sondern auch ein Stück Wertschätzung und Hoffnung.
Im August letzten Jahres besuchte Sandra eine kleine Krankenstation in Sanyang und brachte dringend benötigte Sachspenden vorbei. Auch auf ihrer aktuellen Reise führte sie ihr Weg erneut dorthin – mit Hilfsgütern wie Desinfektionsmittel, Verbandsmaterial, Gehhilfen und Handtücher im Gepäck.
Die Einrichtung ist sehr einfach ausgestattet: Sie verfügt über nur zwölf Betten, eine kleine Entbindungsstation sowie einen Arzt und einige Helferinnen. Selbst kleinere Eingriffe werden unter schwierigsten Bedingungen durchgeführt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Krankenstation über keine eigene Wasserversorgung verfügt. Immer wieder kommt es vor, dass über viele Stunden hinweg kein Wasser zur Verfügung steht. Gerade im medizinischen Bereich, in dem Hygiene eine entscheidende Rolle spielt, verschärft dieser Umstand die ohnehin schwierigen Bedingungen zusätzlich.
Besonders belastend ist die Situation in der Entbindungsstation. Dort herrschen äußerst schwierige hygienische Verhältnisse. Fliegen sind allgegenwärtig, grundlegende Dinge wie Desinfektionsmittel, Einweghandschuhe oder Hygieneartikel fehlen häufig. Viele der Frauen wirkten erschöpft und hoffnungslos. Sandra nahm sich Zeit für sie, sprach mit ihnen in einem Mix aus Englisch und Mandinka und schenkte ihnen vor allem eines: Aufmerksamkeit. Diese kleinen Momente des Zuhörens und Daseins bedeuteten den Frauen sehr viel.
Die Freude und Dankbarkeit über die mitgebrachten Spenden waren groß – sowohl bei den Kindern des Kindergartens als auch beim Personal der Krankenstation. Mit jeder Unterstützung wächst zugleich die Hoffnung auf eine spürbare Verbesserung ihrer Lebens- und Versorgungsbedingungen.
Solche Begegnungen machen immer wieder deutlich, wie viel unsere gemeinsame Hilfe bewirken kann. Von Herzen danken wir allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die diese wichtige Arbeit möglich machen.
Kindergarten – Momente voller Freude



Krankenstation – Alltag unter schwierigen Bedingungen








